Gastbeitrag - Im Coworkingspace Arbeiten / Schwyzer Kantonalbank

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Im Coworkingspace Arbeiten

19.11.2021 - 13:31

Büro versus Homeoffice war gestern. Dank Coworking nachhaltig besser zusammenarbeiten.

Autor Elisabeth Hirtl, Mitgründerin Coworking-Space Wunderraum

Was ist für Unternehmen und Mitarbeitende besser: Homeoffice oder Büro? Die Coronapandemie hat die Frage, wo und wie wir arbeiten, neu lanciert. Aber eigentlich ist diese Frage nicht neu und nicht ganz vollständig. Denn durch die einseitige Betrachtung von Büro versus Homeoffice wird verkannt, dass es alternative Arbeitsorte und damit verbunden neue, innovative Lösungsansätze gibt. Dabei liegen die Vorteile des Arbeitens im Coworking- Space klar auf der Hand. Dies zeigt auch eine neue Studie des Coworking Instituts im Auftrag des Schweizer Versicherungskonzerns Visana.  

Homeoffice

Arbeiten im Homeoffice ist längst nicht für alle Menschen ideal. Die permanente Vermischung von Arbeits- und Privatleben empfinden viele Menschen als belastend. Ausserdem verfügen nicht alle Arbeitnehmenden daheim über eine professionelle Infrastruktur und vermissen den Austausch mit ihren Teamkolleginnen und -kollegen sowie das Eingebettetsein in eine soziale Gruppe. Gleichzeitig schätzen sie es, auf das zeitraubende und oft auch stressige Pendeln zum Arbeitsort verzichten zu können und dadurch mehr Zeit für Freizeitaktivitäten, Familie und Freunde zu haben.

Sinnvolle Alternative

Coworking-Spaces bieten eine sinnvolle Ergänzung, um diesen Spagat zu meistern. Das grösste Plus gegenüber dem Homeoffice: Coworking-Spaces stärken die soziale Gesundheit. In die Community des Spaces eingebettet zu sein, tut gut. Die zufälligen Begegnungen und der informelle Austausch mit anderen ermöglichen spannende Lernerfahrungen und sind inspirierend. Diese Horizonterweiterung ist nicht nur in Bezug auf die persönliche Weiterentwicklung des Mitarbeitenden wertvoll, sondern das Aufeinandertreffen von unterschiedlichem Wissen aus unterschiedlichen Branchen ist letztlich auch für den Arbeitgeber bedeutsam.

Gute Erfahrungen

2018 habe ich zusammen mit Maria Bassi den Coworking-Space Wunderraum in Pfäffikon eröffnet. Wir glauben beide daran, dass jeder Mensch erfolgreich sein kann. Der Wunderraum ist für viele eine Art Startrampe – ein Ort, wo Menschen mit ihren Ideen durchstarten können. Gerade am Anfang ist es wichtig, in einem Umfeld zu sein, in welchem man sich wohl und getragen fühlt. Die Erfahrungen in den letzten drei Jahren bestätigen uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dass das, was wir damals intuitiv einfach gemacht haben, auch Sinn ergibt, hat die Studie «Gesund zusammenarbeiten – Chancenpotenziale von Coworking aus Sicht des betrieblichen Gesundheitsmanagements» aufgezeigt.

Arbeit und Zusammenarbeit verändern sich im digitalen Zeitalter. Für Wissensarbeiterinnen und -arbeiter führt der digitale Wandel zu einer zunehmenden Entkopplung der Arbeit von Raum und Zeit. Das damit verbundene Verschwimmen von Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben birgt sowohl für Individuen als auch Organisationen Chancen und Gefahren. Damit möglichst viele Chancenpotenziale im Zusammenhang mit der fortschreitenden Flexibilisierung Realität werden, braucht es ein grundsätzliches Überdenken von Arbeit und Zusammenarbeit – dies schliesst Räume, Rituale, Führung bis hin zu Werten mit ein.

Flexibles Arbeiten

In der Vergangenheit war flexibles Arbeiten untrennbar mit Homeoffice verbunden. Coworking-Spaces, die seit 2005 weltweit und seit 2007 auch in der Schweiz zunehmend Verbreitung finden, bieten Unternehmen und Mitarbeitenden jedoch die Chance, unnötige Mobilität und Zeitverluste durch Pendeln zu vermeiden, ohne dass dies zu Negativeffekten wie Vermischung von Arbeit und Freizeit, Verzicht auf eine professionelle Infrastruktur oder soziale Isolation führt.

Interessierten sich vor 2020 nur wenige, meist technologieaffine Unternehmen für Coworking, so hat Covid-19 die Karten neu gemischt. Die verwaisten Büros, wie sie während der Pandemie weltweit anzutreffen waren, in Kombination mit dem lautstark geäusserten Wunsch vieler Mitarbeitenden, die Arbeitsform beziehungsweise -umgebung künftig passend zur Aufgabe wählen zu können, haben Entscheidungsträger zum Nach- und Umdenken bewogen.

Viele Vorteile

Die Vorteile von Coworking-Spaces sind nämlich evident. Sie ermöglichen das Ausbrechen aus der Isolation des Homeoffice und die bewusste Vernetzung mit Gleichgesinnten und Andersdenkenden. Sie ermöglichen das bewusste Ziehen von Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben und das Aufrechterhalten von Tagesstrukturen, ohne zum Firmenbüro pendeln zu müssen – zumindest nicht jeden Tag. Coworking ist ein Symbol für selbstbestimmtes Arbeiten innerhalb gewisser Gestaltungsspielräume. Der Austausch mit der im Vergleich zum Büro andersartigen und selbst gewählten Community ist ein unbestrittener Mehrwert.


www.coworking-institut.com

www.wunder-raum.ch


Die Autorin

Elisabeth Hirtl ist Mitinhaberin und Gastgeberin des Coworking-Spaces Wunderraum in Pfäffikon. Sie wuchs in der Südsteiermark in Österreich auf und absolvierte ein Tourismusstudium. Nach mehreren Stationen im Tourismus, in der Schweizer Hotellerie, bei einem Beratungsunternehmen und nach diversen Weiterbildungen hat sie 2018 zusammen mit Maria Bassi den Wunderraum eröffnet.


COWORKING-SPACE WUNDERRAUM

Der Wunderraum ist das Zuhause von über vierzig Firmen und Unternehmerpersönlichkeiten. Er lädt mit einer Vielzahl unterschiedlicher Arbeitszonen zum Arbeiten alleine oder im Team ein – in offenen Zonen, Fokus-, Rückzugs- oder Meetingräumen bis hin zum Ideation-Space Wunderlabor. Die Communityzone Wunderbar mit Zugang zur grosszügigen Terrasse ist der Ort, wo zwischendurch Energie getankt wird und spontane Begegnungen stattfinden. Tagsüber als Kaffeebar im Einsatz, wandelt sich die Wunderbar mit den letzten Sonnenstrahlen zur Gin-Tonic-Bar, wo nach einem inspirierten Tag grosse und kleine Erfolge gefeiert und neue Ideen ausgeheckt werden. Aber genau genommen muss man den Wunderraum selber erleben.

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