Interview - Lidl auf Wachstumskurs / Schwyzer Kantonalbank

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Lidl in der Schweiz auf Wachstumskurs

17.5.2020 - 15:17

Lidl Schweiz eröffnete am 19. März 2009 die ersten Filialen in der Schweiz. Mittlerweile betreibt der Detailhändler in unserem Land 143 Filialen. Das Unternehmen beschäftigt über 4 000 Mitarbeitende.


FOKUS: Lidl Schweiz verzeichnete von allen Schweizer Food-Detailhändlern in den vergangenen Jahren das stärkste Wachstum. Worauf führen Sie das zurück?

Stefan Kopp: Auf unser einzigartiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Unsere Kundinnen und Kunden wissen: Bei Lidl Schweiz gibt es die hohe Qualität zum besten Preis. Durch schlanke Strukturen und effiziente Prozesse können wir die Kosten tief halten. Die Einsparungen geben wir dann eins zu eins weiter.

Unterscheidet sich der Schweizer Food-Markt von vergleichbaren Märkten anderer Länder? Sind die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten wirklich anspruchsvoller?

Jedes Land hat seine Eigenheiten und jede Bevölkerung ihre Vorlieben. Wir passen uns sehr stark an die Bedürfnisse der Schweiz an. So erzielen wir bereits über 55 Prozent unseres Umsatzes mit Schweizer Produkten. Wir reagieren damit einerseits auf ein Kundenbedürfnis, andererseits ist es ein klares Bekenntnis zur Schweizer Wirtschaft und zur Umwelt – denn kurze Lieferwege reduzieren den CO2-Fussabdruck beim Transport. Über 300 Schweizer Lieferanten beliefern Lidl Schweiz. Davon sind 60 von Anfang an dabei und konnten so gemeinsam mit uns stark wachsen.

Internationale Discounter können Preisvorteile erzielen, wenn sie grosse Mengen einkaufen. Lidl Schweiz kauft viele seiner Produkte jedoch regional ein. Geht diese Rechnung noch auf?

Unsere günstigen Preise sind nicht nur auf das Einkaufen in grossen Mengen zurückzuführen, sondern vor allem auf unsere schlanken Strukturen und effiziente Prozesse. So begrenzen wir unser Sortiment auf die 2000 wichtigsten Produkte, die unsere Kunden im Alltag brauchen. Das spart Geld und Zeit. Bei Lidl Schweiz sind zudem fast alle Filialen gleich aufgebaut. Der Vorteil: Alle Massnahmen k.nnen direkt in den meisten der 143 Lidl-Filialen umgesetzt werden. Um lange Wege oder aufwendige Umpackarbeiten in unseren Filialen zu vermeiden, werden die Bestellungen in unseren Verteilzentren genau so zusammengestellt, wie sie vor Ort gebraucht werden.

Lidl Schweiz unternimmt grosse Anstrengungen im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Nehmen Konsumentinnen und Konsumenten dafür wirklich höhere Preise in Kauf?

Unser starkes Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit kommt sehr gut an bei unseren Kundinnen und Kunden. Wir verankern die Verantwortung gegenüber Umwelt, Mensch und Tier fest in unserer Unternehmenskultur und konnten hier markante Fortschritte und Erfolge verzeichnen. Besonders stolz sind wir auf unsere Partnerschaft mit WWF Schweiz. Auch mit dem Schweizer Tierschutz STS arbeiten wir zusammen. Mit unserem Pionierprojekt im Bereich der Logistik – der Einführung von Flüssigerdgas (LNG) für unseren Warentransport – können wir eine erhebliche Reduktion von Luftschadstoffen bewirken. Und das ist nur der erste Schritt: Durch den Einsatz von LBG als Treibstoff könnten die Fahrzeuge sogar praktisch CO.-neutral betrieben werden. Wir sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit und unser Firmenmodell des Smartdiscounts Hand in Hand gehen. Zudem ist es nicht so, dass nachhaltige Produkte per se teurer sind.

Noch eine abschliessende Frage: Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf Ihr Unternehmen aus?

Zunächst hatten wir es mit Hamsterkäufen zu tun, die unsere Mitarbeitenden sehr stark forderten. Die Herausforderungen sind im übrigen vielfältig. In unseren Filialen dosieren wir nun den Kundenzulauf, und natürlich setzen wir alle gesetzlichen und empfohlenen Massnahmen des Bundes um. Unsere Kassen erinnern mit dem nun installierten Plexiglasschutz an einen Bankschalter wie vor zwanzig Jahren Wie alle hoffen wir natürlich, dass sich die Situation bald normalisiert.

Der Interviewpartner: Stefan Kopp gehört der Lidl-Unternehmensgruppe seit 2002 an. Nach diversen Stationen im Ausland ist er seit 2009 als CFO in der Geschäftsleitung von Lidl Schweiz tätig. Privat hält sich der zweifache Familienvater mit Rennvelofahren fit.


LIDL SCHWEIZ DANKT MITARBEITENDEN

Lidl Schweiz bedankte sich während der Corona-Krise bei seinen Mitarbeitenden für ihren unermüdlichen Einsatz zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit der Schweizerinnen und Schweizer und zahlte allen Filial- und Lagermitarbeitenden zwei Sonderprämien aus. Das Unternehmen hat für diese Aktion über eine Million Franken bereitgestellt.


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