Cool bleiben, wenn es schüttelt / Schwyzer Kantonalbank

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Herdentrieb - Anlagefehler

Cool bleiben, wenn es schüttelt

17.09.2020 - 10:40

Gar nicht investiert zu sein, sei einer der grössten Anlagefehler, hört man immer wieder. Aber gilt das auch für Krisenzeiten? Und was kann man sonst noch alles falsch machen? SZKB-Anlagechef Thomas Heller klärt auf.

Die letzten Monate waren geprägt von Turbulenzen und Unsicherheit. Niemand wusste genau, ob und wie sich das Coronavirus weiter ausbreitet und wie schnell es sich im Falle einer Pandemie wieder eindämmen lässt. Um ehrlich zu sein: Wir wissen es bis heute noch nicht so wirklich. 

Vielerorts brach aufgrund der besonderen Lage die Wirtschaftsleistung markant ein, die Kurse taumelten. Auch in der Schweiz verringerte sich die Produktionskraft auf etwa 70 Prozent. «Wer zu wenig diversifiziert investiert war und ausschliesslich auf Aktien setzte, hatte zeitweise bis zu 40 Prozent Wertverlust hinnehmen müssen», sagt Thomas Heller, Anlagechef der SZKB. «In solchen Momenten empfiehlt es sich trotz allem, cool zu bleiben. Das Aussitzen lohnt sich meistens.»

Diversifizierte Investitionen

Um dies zu erläutern, verweist er auf die Geschichte: «Während den Weltkriegen standen grosse Teile der Weltwirtschaft jahrelang still – und trotzdem hat sich das System davon erholt.» Ausserdem habe es auch in der Finanzkrise von 2008, 2015 im Zusammenhang mit der Eurokrise oder 2018 nach der Durchsetzung einer restriktiveren US-Geldpolitik ordentlich geschüttelt. Vor Krisen sei man nicht gefeit, die Grundregeln des Anlegens stürzten diese allerdings nicht um. Und diese lauten: immer und möglichst diversifiziert investiert sein. 

«Über Jahre gesehen, entwickeln sich die Börsen positiv. Wer immer investiert ist und sich nicht auf eine Anlageklasse, eine Branche und eine Region beschränkt, wird mit der Zeit den Wert seines Portfolios steigern können.» Je nach Ziel, Vermögen und Charakter könne man dann entscheiden, mit wie viel Risiko man sein Portfolio anlege. 

Natürlich würden all jene besser fahren, die bei all diesen Krisen den richtigen Zeitpunkt für den Ausstieg und den Wiedereinstieg fänden, doch: «In dieser Hinsicht – und hier kommt ein weiterer kapitaler Anlegerfehler ins Spiel – überschätzen viele ihr Wissen. Sie vertrauen zu sehr in ihr Urteil – Stichwort ‹Overconfidence› – und nehmen nur Informationen auf, die ihre bereits gefasste Meinung bestätigen – Stichwort ‹Confirmation bias›. Das goldene Händchen hat niemand über längere Zeit.» 

Überhaupt trauen sich wohl zu viele Privatanleger zu, genug schnell reagieren zu können. Nimmt man wiederum die Coronakrise als Beispiel, hätte das bedeuten können, in Unternehmen der medizinischen Versorgung zu investieren. Nur muss man dies tun, bevor man auf irgendwelchen Newsportalen davon liest, dass Unternehmen aus dieser Branche auf 24-Stunden-Betrieb umgeschaltet haben. Die Finanzwelt dreht sich rasant schnell: «Als die Amerikaner im März plötzlich die Grenzen dichtgemacht haben und Flüge aus bestimmten Regionen untersagt haben, waren die Kurse der Fluggesellschaften innert kürzester Zeit im Keller.»

Risiko abgeben

Es gilt frühzeitig zu antizipieren, was das Gros der Anleger machen wird – und gleichzeitig nicht dem Herdentrieb – Stichwort «Herding» – zu verfallen. Ein bisschen Vorsprung gegenüber der Masse ist essenziell. Auch darum rät Heller den meisten Privatleuten, das Anlegen zu delegieren: «Wie bei der Bestellung des eigenen Gartens sollte man sich vorab drei Fragen stellen: Bin ich gut darin? Habe ich Zeit dafür? Und: Macht es mir Spass? Sollte die Antwort auf nur eine dieser Fragen negativ sein, dann wäre es wohl angebracht, die Aufgabe an einen Fachmann – also einen an Gärtner bzw. im übertragenen Sinne an einen Finanzfachmann – zu übergeben.» 

Wobei auch der Fachmann nicht vor Fehlern gefeit ist: «Jeder begeht immer wieder Anlagefehler, jeder fällt Verhaltensanomalien zum Opfer. Die Aufgabe des Profis ist es, sich der Fallen bewusster zu sein und etwas weniger oft in eine zu tappen.»

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