Ethisch heisst nicht unrentabel / Schwyzer Kantonalbank

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Ethisch heisst nicht unrentabel

06.10.2020 - 17:28

Das Gewissen am Bankschalter abgeben? Das kommt für viele Anleger nicht mehr in Frage. Der Leiter Asset Management der SZKB, Alex Marbach, über ethische Anlagemöglichkeiten.

Wir versuchen, lokal einzukaufen, weniger Fleisch zu essen, Fast Fashion zu vermeiden, und werden uns generell immer mehr der Verantwortung bewusst, die jeder Einzelne für das Leben auf diesem Planeten trägt. Es ist also nur folgerichtig, dass sich immer mehr Bankkunden auch damit auseinandersetzen, wofür ihr angelegtes Vermögen genau eingesetzt wird. Nachhaltigkeit in Bezug auf Wasserverbrauch, Produktion ohne Kinderarbeit, keine Entwicklung gentechnisch veränderter Nahrungsmittel, Unabhängigkeit des Verwaltungsrates – das sind nur einige der Ansprüche, die in den letzten Jahren von Anlagekunden an ihre Investment-Produkte gestellt wurden. Die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) bietet bereits seit 2009 Ethik-Produkte mit strengen ESG-Kriterien an (ESG steht dabei für Environment, Social, Governance – also Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) – «relativ früh im Vergleich zu anderen Banken», sagt Alex Marbach, Leiter Asset Management. Dass gerade die «katholischen Innerschweizer» der Zeit voraus waren, ist kein Zufall: Die entscheidenden Impulse kamen ursprünglich von kirchlichen Institutionen, die sichergehen wollten, dass sie mit ihrem Geld keine Firmen unterstützen, die ihrem ethischen Weltbild widersprechen.

Strikte Auswahlkriterien

Inzwischen sind ESG-Anlagen bei der SZKB, aber auch bei anderen Banken dank stets steigender Nachfrage zum festen Bestandteil des Angebots geworden. Für die Bewertung von Unternehmen nach ESG-Kriterien arbeitet die SZKB seit 2009 mit der Rating-Agentur ISS ESG zusammen. Die unabhängige Agentur bewertet gut 10 000 Unternehmen weltweit unter Berücksichtigung diverser branchenspezifischer Schlüsselthemen, die zu einer absoluten Best-in-Class-Vorselektion führen. Wichtig ist das «absolut»: Je grösser die absoluten negativen Auswirkungen der Branche im Umwelt- und im Sozialbereich sind, desto höher sind die Anforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement, und desto höher ist die Schwelle, den Prime-Status zu erreichen.

Von diesen Klassenbesten werden schliesslich sämtliche Unternehmen und Länder aussortiert, die nicht den vordefinierten sektor- und normenbasierten Kriterien der SZKB entsprechen. Finanzspezialist Marbach präzisiert: «Von den 10 000 Unternehmen, die ISS geprüft hat, sind für uns vielleicht 800 investierbar. Wir sind sehr strikt in der Beurteilung – der Schwellwert, um in ein Portfolio zu kommen, ist bei uns sehr hoch gesetzt.»

«Je nach Branche haben wir unterschiedliche Bewertungskriterien in Bezug auf die Nachhaltigkeit.»

Wie kann man sich diese Auswertung vorstellen? «Wir bestimmen je nach Branche Schlüsselthemen, die die grösste Relevanz in Bezug auf ESG haben, und prüfen die Unternehmen vor allem darauf – bis hinunter zu Zulieferanten. Kontroverse Geschäftsfelder wie etwa Embryonenforschung schliessen wir aus. So kann es sein, dass grosse Titel wie die Schweizer Pharmaunternehmen Roche und Novartis bei uns aktuell nicht ins ethisch nachhaltige Portfolio kommen», erklärt Marbach. «Die Beurteilung kann aber auch in Bezug auf Umweltkriterien erfolgen, die Produkteverantwortung oder die Unabhängigkeit des Aufsichtsrates – da gibt es diverse Themen, die je nach Branche anders gewichtet werden.»

Und die Rendite?

Selbstverständlich werden auch nachhaltige Anlagen bei der SZKB anhand der klassischen Anlagekriterien geprüft: Rendite, Risiko und Liquidität. Im Vordergrund steht zudem immer die Risiko-Profilierung des Anlegers – wie viel Risiko mag man eingehen, wie lange möchte man das Geld gebunden haben, welche Ziele sollen sonst noch mit dem Geld erreicht werden? Wie bei anderen Investmentanlagen haben auch an Nachhaltigkeit interessierte Kunden die Möglichkeit, zwischen Fondslösungen und Vermögensverwaltungsmandaten zu wählen.

Und jetzt mal Tacheles: Wie steht es um die Rendite von «guten» Produkten? Zahlreiche Analysen in den letzten Jahren haben belegt, dass nachhaltige Kapitalanlagen gegenüber konventionellen Investments grundsätzlich keinen Renditenachteil aufweisen. Im Gegenteil: Gerade die Corona-Kurskorrekturphase vom März 2020 und die nachfolgende Gegenbewegung haben gezeigt, dass ESG-Portfolios deutlich robuster als der Gesamtmarkt sind. Es überrascht nicht, dass zum Beispiel Unternehmen mit starkem Rating in Bezug auf ESG-Kriterien besser gegen Krisen gerüstet sind. Dieser dem Auswahlverfahren geschuldete Fokus auf Langfristigkeit ist für viele Kunden auch ausschlaggebender Faktor für nachhaltige Investitionen im freien Vermögen und im Bereich Vorsorge. Laut Alex Marbach gibt es aber «sowohl Kunden, die es aus der Motivation machen, etwas Gutes zu tun, als auch solche, die den Risikoaspekt in den Fokus rücken». Egal, aus welchem Beweggrund man sich dafür entscheidet: Gut investiert, kann man besser schlafen.


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