Gold – immer ein sicherer Hafen? / Schwyzer Kantonalbank

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Gold sicherer Hafen Luxemburgerli

Gold – immer ein sicherer Hafen?

15.09.2020 - 15:31

Es gibt Anleger, die auf Edelmetall schwören. SZKB-Anlagechef Thomas Heller darüber, ob und wann dieser Schwur Sinn macht.

Kein Edelmetall fasziniert so sehr wie Gold. Ihm hängt der Mythos des Magischen an, es gilt als Symbol von Wohlstand und Macht. Krösus, der legendäre König von Lydien, liess Münzen aus Gold prägen und glaubte, der glücklichste Mensch der Welt zu sein. Die spanischen Eroberer suchten unerbittlich nach Eldorado, dem sagenhaften Goldland in Südamerika. Alchemisten träumten davon, aus Blei Gold zu machen.

Aber die Magie des Goldes liegt nicht nur in seiner Sagenhaftigkeit. In fast allen Kulturen wird es seit Jahrtausenden als wertvoll betrachtet. Es wird zu Schmuck verarbeitet und als Zahlungsmittel benutzt. Und: Gold galt immer als verlässliches Wertaufbewahrungsmittel, weil seine Menge weltweit beschränkt ist und es sich nicht beliebig und nach Lust und Laune der gerade Regierenden vermehren lässt.

Goldpreis brach alle Rekorde

«Gold ist eines der ältesten Zahlungsmittel und eine der ältesten Anlagen», sagt Thomas Heller, Anlagechef der SZKB. Bei der Geldanlage haftet Gold oftmals das Etikett eines sicheren Hafens an. Zuletzt zeigte sich das während der Corona-Krise. Der Goldpreis brach alle Rekorde.

«Wenn es an den Märkten kracht, kann der Goldpreis profitieren.»

Die Corona-Krise hat zu Unsicherheit über die wirtschaftliche Zukunft in fast allen Ländern geführt. Die Märkte sind volatil, durch Goldkäufe versuchen sich viele Anleger wenigstens teilweise abzusichern. Stark zugenommen haben die Käufe von Gold-ETF. Das sind handelbare Fonds, deren Wertentwicklung den Goldpreis widerspiegelt. Viele Gold-ETF bieten auch die physische Hinterlegung von Gold an – das heisst, man kann seinen Goldbarren am Aufbewahrungsort besuchen oder ihn sich aushändigen lassen.

Aber ist der Erwerb von Gold in Krisenzeiten wirklich eine gute Taktik? «Natürlich kann Gold eine stabilisierende Komponente haben. Wenn es an den Märkten kracht, kann der Goldpreis profitieren», sagt Heller.

Kein langfristiges Anlageinstrument

Der Experte ist aber kein Gold-Euphoriker. Denn das Wertmetall muss sich auch daran messen lassen, welches Einkommen es schafft. «Was erwarte ich, wenn ich anlege? Wenn ich etwa in ein Unternehmen investiere, partizipiere ich an seinem Erfolg. Ich kriege eine Dividende, und wenn es gut läuft, steigt auch der Aktienkurs. Aber was kriege ich von Gold? Gold wirft nichts ab. Meine Meinung ist: Gold ist kein langfristiges Anlageinstrument, sondern ein taktisches», so Heller.

Denn Gold steht – egal, ob Krise oder nicht – in Konkurrenz zu Aktien und Obligationen. Wenn man sich beispielsweise darauf festlegt, immer 20 Prozent seines Portfolios in Gold anzulegen, kann das auch Nachteile haben. «Wenn ich in Gold investiere, kann ich in etwas anderes Ertragsbringendes nicht investieren», sagt Thomas Heller.

Kurse in Berg- und Talfahrt

Ausserdem ist die Volatilität, das heisst die Schwankungsbreite des Goldpreises, nicht unbedeutend. Sie liegt auf dem Niveau von entwickelten Aktienmärkten wie etwa der Schweiz oder den USA. Und sie liegt deutlich über derjenigen von Obligationen. Auch die geschichtliche Perspektive zeigt dies auf: Als Folge der Finanz- und der Schuldenkrise stieg der Goldpreis im September 2011 auf ein Rekordhoch von über 1900 Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm), der Goldwert in Schweizer Franken erreichte im Oktober 2012 mit rund 1670 Schweizer Franken pro Feinunze einen damals historischen Höchststand. Danach brach der Kurs des Edelmetalls jedoch ein, bis Ende 2015 um fast 45 Prozent (in US-Dollar).

Eine ähnliche Berg- und Talfahrt war auch dieses Jahr zu beobachten: Nachdem der Goldkurs zu Beginn der Corona-Krise im März zunächst – entgegen der Intuition – um mehr als 12 Prozent sank, stieg er in der Folge stetig an und erreichte am 7. August ein neues Allzeithoch von 2070 Dollar. Nur, um dann innerhalb von drei Handelstagen über 9 Prozent einzubüssen. Der «sichere Hafen» Gold birgt also durchaus auch Risiken.

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