Kaufen Sie immer und alles / Schwyzer Kantonalbank

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Kaufen Sie immer und alles

28.01.2020 - 10:11

Die Schweiz sitzt in der Tiefzinsfalle. Auf dem Konto bringt das Geld kaum mehr etwas ein. SZKB-Anlagechef Thomas Heller darüber, wie man mit dieser misslichen Situation am besten umgeht.

Es wurde uns schon mit den ersten eigenen Batzen eingebläut: Zahl dein Geld auf ein Sparkonto ein, so vermehrt es sich von selber. Das ist Vergangenheit: Knapp über oder sogar tatsächlich null Prozent Zinsen werfen Sparkonten heute ab. Man könnte das Geld also genauso gut unter der Matratze horten – oder nicht? «Man könnte. Doch es ist wenig praktikabel, seine Ersparnisse in bar zu Hause aufzubewahren. Ganz abgesehen von den Sicherheitsaspekten», sagt Thomas Heller, Anlagechef bei der Schwyzer Kantonalbank. «Aber es ist schon richtig, wegen der Zinsen muss man sein Geld tatsächlich nicht mehr zur Bank bringen.» Gleichzeitig hat das Tiefzinsumfeld Auswirkungen auf den gesamten Finanzmarkt: Für Staatsanleihen etwa muss man aktuell draufzahlen, Kredite sind so billig wie nie zuvor. Geld horten ist also teuer derzeit, Schulden machen wird hingegen begünstigt. Die Welt steht Kopf im Finanzsektor.

Wende frühestens 2021

Dass es überhaupt zu dieser Situation kam, ist einer Verkettung globaler Faktoren geschuldet: Insbesondere die Globalisierung und die Digitalisierung, wohl aber auch die Alterung der Gesellschaft haben dazu beigetragen, die Inflation und damit die Zinsen tief zu halten. Seit der Finanzkrise kamen die Notenbanken hinzu, die mit ihrer expansiven Geldpolitik das gesamte Zinsniveau weiter nach unten drückten. «Das war wohl nötig, um den totalen Kollaps zu verhindern», erklärt Heller, «nur haben es die EZB und in ihrem Sog die SNB – anders als die US-Notenbank Fed – verpasst, in den guten Jahren die Normalisierung der Geldpolitik und somit des Zinsgefüges einzuleiten.» Jetzt, da wieder erhöhte Unsicherheit herrscht – Stichworte Handelskonflikt und Brexit – und die Konjunktur schwächelt, ist eine Zinserhöhung in weite Ferne gerückt. «Damit wir von einer echten Zinswende reden können, müsste einiges zusammenkommen. Eine Beilegung des Handelskonflikts, eine Konjunkturbelebung und in der Folge eine anziehende Teuerung.» Derzeit scheint es allerdings wenig wahrscheinlich, dass das innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate passiert, sagt Heller: «Wir sprechen wohl von mindestens 2021, bis es so weit sein könnte.»

Hauptsache, investiert bleiben

Nun gut – und welche Möglichkeiten bleiben in der Zwischenzeit, Geld gewinnbringend anzulegen? Was soll man kaufen – und vor allem: wann? Thomas Heller hat überraschend einfache Antworten auf diese beiden oft gestellten Fragen: alles und immer. «Immer heisst, es lohnt sich, investiert zu sein und zu bleiben. Natürlich weiss ich morgen, dass sich das Warten gelohnt hätte. Da ich das aber heute nicht weiss, die grossen Wertzuwächse jedoch in relativ kurzen Perioden erfolgen, sollte man lieber immer investiert bleiben, um diese nicht zu verpassen. Alles bedeutet, dass man sein Portfolio diversifizieren soll: über und innerhalb von Anlageklassen, über Regionen und Länder sowie über einzelne Wertpapiere wie Aktien oder Fonds.» Das kann man natürlich selber machen, «wenn man Wissen, Zeit und Freude daran hat» – im Zweifelsfall rät Thomas Heller aber dazu, dies an eine Bank oder einen Vermögensverwalter zu delegieren. So hat das Geld definitiv bessere Chancen, sich zu vermehren als unter der Matratze.

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